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7.2.1 Vereinfachte Berechnung des Trennungsabstandes

Bei einem Direkteinschlag in das äußere Blitzschutzsystem eines Gebäudes entstehen durch die über Fangeinrichtungen und Ableitungen fließenden Ströme starke, zeitlich veränderliche magnetische Felder. Diese Felder induzieren in den entstehenden Schleifen zwischen Fangeinrichtung und Ableitung einerseits und metallischen Bauteilen, Installationen sowie den inneren Systemen andererseits hohe Spannungen, die im Extremfall Werte bis in den Bereich von Megavolt erreichen können.

Um unkontrollierte Überschläge zu verhindern, muss das äußere Blitzschutzsystem gegenüber metallischen Bauteilen und inneren Systemen ausreichend isoliert werden. Maßgeblich dafür ist der sogenannte Trennungsabstand, der aus der erforderlichen Stoßspannungsfestigkeit an der Näherungsstelle abgeleitet wird.

Der Trennungsabstand ist nicht für jedes Gebäude einheitlich festgelegt, sondern hängt vom Ort der Näherung, dem ungünstigsten Einschlagpunkt und insbesondere von der dielektrischen Festigkeit an der betreffenden Stelle ab. Diese dielektrische Festigkeit wiederum wird vom Maximalwert und dem zeitlichen Verlauf der induzierten Spannung bestimmt.

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