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7.1 Aufgaben

Das innere Blitzschutzsystem hat die Aufgabe, Menschen, Gebäude und technische Einrichtungen vor den Folgen eines Blitzeinschlages zu schützen, indem es gefährliche Überspannungen und Potenzialunterschiede im Inneren einer baulichen Anlage verhindert. Wenn ein Blitz einschlägt, fließen hohe Blitzstoßströme und es entstehen Spannungen, die ohne Schutzmaßnahmen Brände auslösen oder Personen gefährden könnten. Durch den Einsatz von Überspannungsschutzgeräten werden Spannungsspitzen, die durch direkte Einschläge oder durch elektromagnetische Einkopplungen entstehen, auf ein ungefährliches Maß reduziert und gezielt zur Erde abgeleitet. Gleichzeitig sorgt der Potentialausgleich dafür, dass alle leitfähigen Teile wie Wasser- und Heizungsrohre, elektrische Leitungen oder Metallkonstruktionen miteinander verbunden sind, sodass keine gefährlichen Spannungsunterschiede auftreten können, die zu Funkenüberschlägen führen würden. Eine weitere wesentliche Maßnahme ist das Einhalten des Trennungsabstandes, also eines definierten Mindestabstandes zwischen den blitzstromführenden Teilen des äußeren Blitzschutzes und den metallischen oder elektrischen Installationen im Gebäudeinneren. Dieser Abstand verhindert, dass der Blitzstrom unkontrolliert auf interne Leitungen überspringt und dort Schäden verursacht. Wo der Abstand baulich nicht eingehalten werden kann, werden isolierte Ableitungen oder zusätzliche Isolierstoffe eingesetzt. Auf diese Weise wird auch empfindliche Elektronik wie Computer, Router oder Steuerungen geschützt, die schon durch geringe Überspannungen zerstört werden könnten. Das innere Blitzschutzsystem ergänzt damit das äußere Blitzschutzsystem, das den Blitzstrom sicher ins Erdreich ableitet, und stellt sicher, dass die Energie des Blitzes nicht ins Gebäudeinnere gelangt. Nur das Zusammenspiel beider Systeme gewährleistet einen umfassenden Schutz von Menschen, Gebäuden und Technik.

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