2.2 Planungs- und Errichtungsnormen für Erdungsanlagen
Versorgungszuverlässigkeit und die Sicherheit elektrischer Anlagen sind zwei grundlegende Anforderungen in der Elektrotechnik. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Erdung. Sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil jeder elektrischen Installation und wird oft unterschätzt, obwohl sie für den Schutz von Menschen, Geräten und Gebäuden unerlässlich ist.
Hinsichtlich ihrer Aufgaben werden Erdungen wie folgt unterschieden:
- Schutzerdung ist eine Maßnahme, bei der elektrische Anlagen und Geräte so mit der Erde verbunden werden, dass im Fehlerfall gefährliche Berührungsspannungen vermieden werden. Sie ist eine der grundlegenden Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag und sorgt dafür, dass Fehlerströme sicher zur Erde abgeleitet werden.
- Funktionserdung bezieht sich auf das Erdungssystem, das speziell für die korrekte Funktion elektronischer oder elektrischer Systeme ausgelegt ist, unabhängig von Schutzerdungsmaßnahmen. Sie ist insbesondere in komplexen elektronischen Anlagen von Bedeutung, um Störungen durch elektromagnetische Interferenzen zu minimieren und damit die Betriebssicherheit zu erhöhen.
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