2.8 Produktnormen für den Potentialausgleich
DIN VDE 0618-1 (VDE 0618-1):2023-03
Betriebsmittel für den Potentialausgleich
Potentialausgleichsschiene (PAS) für den Hauptpotentialausgleich
legt die Anforderungen an Potentialausgleichsschienen (PAS) für den Hauptpotentialausgleich in elektrischen Anlagen fest. Sie ist als nationale Produktnorm Teil des VDE-Normenwerks und harmonisiert mit den einschlägigen Installationsnormen, insbesondere DIN VDE 0100-410 und DIN VDE 0100-540. Ziel der Norm ist es, einen zuverlässigen, dauerhaften und niederohmigen Potentialausgleich sicherzustellen, um gefährliche Berührungsspannungen zu vermeiden und elektromagnetische Beeinflussungen zu reduzieren.
Der Anwendungsbereich umfasst PAS, die in trockenen und feuchten Räumen eingesetzt werden und den Anschluss verschiedener Leiterarten ermöglichen. Dazu zählen Leiter für den Hauptpotentialausgleich, PEN-Leiter, Schutzleiter (PE), Erdungsleiter, Funktionspotentialausgleichsleiter sowie Verbindungen zu Blitzschutzerdern und Anschlussfahnen des Fundamenterders. Die Norm definiert technische Mindestanforderungen, wie einen Mindestquerschnitt der Schiene von 25 mm² Kupfer oder einen leitwertgleichen Querschnitt bei anderen Werkstoffen, sowie die erforderliche Anzahl und Dimension der Anschlussstellen. Klemmstellen ab 10 mm² müssen blitzstromtragfähig ausgeführt sein. Darüber hinaus werden Anforderungen an die Materialeigenschaften wie Korrosionsbeständigkeit, mechanische Stabilität und elektrische Leitfähigkeit gestellt. Eine eindeutige Kennzeichnung nach VDE-Vorgaben, beispielsweise mit dem Symbol für Potentialausgleich, ist vorgeschrieben.
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