4.3 Erdungsanlage
Die wesentliche Aufgabe der Erdungsanlage eines Blitzschutzsystems besteht darin, den Blitzstrom nach einem Einschlag sicher und kontrolliert in das Erdreich abzuleiten, um Personen, Gebäude und technische Einrichtungen vor den Auswirkungen hoher elektrischer Energie zu schützen.
Im Kontext der DIN EN IEC 62305-3 (VDE 0185-305-3) übernimmt die Erdungsanlage folgende Aufgaben:
- Ableitung von Blitzströmen aus dem äußeren Blitzschutzsystem ins Erdreich
- Potentialsteuerung zur Vermeidung gefährlicher Spannungsunterschiede im und um das Gebäude
- Vermeidung von Überschlägen durch niederohmige Verbindung zur Umgebung
- Integration in den Blitzschutz-Potentialausgleich für innere Schutzmaßnahmen
Die Wirksamkeit des gesamten Blitzschutzsystems hängt maßgeblich von der Qualität und Ausführung der Erdungsanlage ab.
Eine fachgerecht ausgeführte Erdungsanlage des Blitzschutzsystems kann zusätzlich verwendet werden für:
a) Betriebserdung
- Bezugspotential für elektrische Anlagen (z. B. NSHV, Trafostationen)
- Voraussetzung für Schutzmaßnahmen nach DIN VDE 0100-410
Sie möchten weiterlesen?
Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich kostenlos.