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10.3.1 Installationsort und Ableiter-Kategorien

Der Ausgangspunkt für jede Auswahl eines Überspannungsschutzgerätes (SPD) ist die strategische Bewertung des Installationsortes. Dieser Faktor ist maßgeblich, da er die Art und die Energie der zu erwartenden transienten Überspannungen bestimmt. Ein fundamentaler Unterschied besteht zwischen einem SPD am Gebäudeeintritt, das der vollen Wucht eines Teilblitzstroms standhalten muss, und einem Gerät am Endpunkt, das empfindliche Elektronik vor den feineren, induktiv eingekoppelten Störspitzen schützt. Normative Standards bieten einen systematischen Rahmen, um SPDs basierend auf diesen standortspezifischen Anforderungen zu klassifizieren und die richtige Auswahl zu treffen.

Klassifizierung nach DIN EN 61643-21
Die Produktnorm DIN EN 61643-21 bildet die Grundlage für die Klassifizierung von SPDs für den Einsatz in Telekommunikations- und signalverarbeitenden Netzwerken. Sie definiert spezifische Impulsfestigkeitskategorien, die direkt mit den Bedrohungen korrespondieren, die an unterschiedlichen Installationspunkten zu erwarten sind. Diese Kategorien werden durch standardisierte Prüfimpulse mit genau festgelegten Spannungs- und Stromwellenformen charakterisiert, um reproduzierbare und vergleichbare Leistungsdaten zu gewährleisten.
Die Tabelle 10.3.1.1 fasst die wesentlichen Prüfkategorien und ihre Parameter zusammen.
Um die praktische Anwendung dieser Kategorien innerhalb eines umfassenden Blitzschutzkonzepts zu verstehen, ist eine tiefere Analyse ihrer Bedeutung erforderlich.

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