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1.1 Entstehung von Gewittern

Voraussetzung für die Entstehung von Gewittern ist der Transport warmer Luftmassen mit genügend hoher Feuchtigkeit in große Höhen. Dieser Transport kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. 

Kaltfront-Gewitter entstehen, wenn sich Kaltluft unter Warmluft schiebt und diese anhebt. Sobald die warme Luft aufsteigt, kühlt sie rasch ab – erreicht sie den Taupunkt, beginnt die Feuchtigkeit zu kondensieren. Sie können zu jeder Jahres- und Tageszeit auftreten und breite Gewitterfronten bilden. In Europa und Deutschland sind sie die häufigste Gewitterart. Kaltfront-Gewitter sind im Sommer am heftigsten, wenn sie am Nachmittag oder Abend mit der Erwärmung der Luftmassen durch Sonneneinstrahlung zusammenfallen. 

Wärme-Gewitter entstehen, wenn sich Luftmassen durch Sonneneinstrahlung erwärmen und aufsteigen. Sie sind eher lokal begrenzt und treten am Nachmittag oder Abend auf. In den Tropen sind sie dominant, in Europa nur im Sommer möglich. In Deutschland sind sie die zweithäufigste Gewitterart. 

Orografische Gewitter entstehen, wenn feuchtwarme Luftmassen gegen ein Gebirge gedrückt werden und aufsteigen. Sie können das ganze Jahr über in der Nähe von Gebirgen auftreten. 

Dabei trifft die feuchte, oft warme Luft ungehindert auf die Barriere des Gebirges und wird rapid nach oben gedrückt. Diese Erhebung beschleunigt den Kühlprozess, sodass die Luft zügig ihren Taupunkt erreicht und die Wasserdampf-Kondensation einsetzt – der Ausgangspunkt zur Bildung einer Gewitterwolke. 

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