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6.2.2 Windlastbeanspruchungen von Fangstangen

Dächer werden als technische Installationsebene genutzt. Insbesondere für Erweiterungen der technischen Gebäudeausrüstung werden umfangreiche Anlagen gerade auf Dachflächen großer Büro- und Industriebauten installiert. Es gilt dann, diverse Dachaufbauten zu schützen, wie Klimaanlagen und Kühleinrichtungen, Antennen von Mobilfunkanlagen auf Gastgebäuden, Lampen, Rauchgas-Entlüftungen und andere Einrichtungen mit Anschlüssen an das elektrische Niederspannungssystem (Bild 6.2.2.1).

Entsprechend den geltenden Blitzschutznormen der Reihe DIN EN IEC 62305 können diese Dachaufbauten mit isoliert angebrachten Fangeinrichtungen vor direkten Blitzeinschlägen geschützt werden. Dabei werden sowohl die Fangeinrichtungen wie Fangstangen, Fangspitzen oder -maschen als auch die Ableitungen isoliert, d. h. mit einem ausreichenden Trennungsabstand zu den im Schutzbereich liegenden Dachaufbauten installiert. Durch den Aufbau einer isolierten Blitzschutzanlage entsteht ein Schutzraum, in den direkte Blitzeinschläge ausgeschlossen sind. Ebenfalls wird das Ein- dringen von Blitzteilströmen in das Gebäudeinnere vermieden. Dies ist wichtig, da, wie bereits erwähnt, durch die Verschleppung von Blitzteilströmen empfindliche elektrische / elektronische Einrichtungen beeinflusst oder zerstört werden können. Für ausgedehnte Dachaufbauten wird dazu ein System von isolierten Fangeinrichtungen aufgebaut. Diese sind sowohl untereinander als auch mit der Erdungsanlage verbunden. Die Größe des entstehenden Schutzraumes hängt u. a. von der Anzahl  und der Höhe der installierten Fangeinrichtungen ab.

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