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10.2.5 Bemessung der Anschlussquerschnitte von PV-SPDs

Der Querschnitt der Verbindungsleiter eines SPDs muss so bemessen sein, dass er die erwarteten Ableitströme ohne thermische oder mechanische Zerstörung sicher führen kann. Die Normung gibt hierfür eine klare und direkte Zuordnung vor, die sich an der Prüfklasse des verwendeten SPDs orientiert und somit die unterschiedlichen Energieinhalte von direkten Blitzteilströmen und induzierten Überspannungen berücksichtigt.

Gemäß den Vorgaben der IEC 61643-32 (Tabelle 1) und IEC 62305-4 (Tabelle 1) gelten für Kupferleiter folgende Mindestquerschnitte:

Die technischen Gründe für diese Werte liegen in der unterschiedlichen Energie der Stoßströme. Der Querschnitt von 16 mm² für SPDs Typ 1 ist auf die hochenergetischen Blitzteilströme (Wellenform 10/350 µs) ausgelegt, die bei einem direkten Blitzeinschlag in die Anlage oder das Blitzschutzsystem auftreten. Die 6 mm² für SPDs Typ 2 sind hingegen für die deutlich geringere Energie von induzierten Stoßströmen (Wellenform 8/20 µs) oder Restüberspannungen ausreichend, wie sie in Anlagen ohne direkten Blitzeinfluss zu erwarten sind.

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