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6.3.3 Fangeinrichtungen für Gebäude mit Metalldächern

Moderne Industrie- und Zweckbauten sind häufig mit Dächern und Fassaden aus Metall ausgestattet. Diese bestehen in der Regel aus Metallbahnen oder -platten mit einer Dicke zwischen 0,7 mm und 1,2 mm, wie exemplarisch in Bild 6.3.3.1 dargestellt. Bei einem direkten Blitzeinschlag in ein solches Metalldach kann es zu einer punktuellen Ausschmelzung und Verdampfung des Materials kommen, was ein Loch im Dach verursacht. Die Größe dieses Lochs hängt maßgeblich von der Energie des Blitzes sowie den Materialeigenschaften des Daches ab. Der eigentliche Schaden liegt jedoch oft im Folgeschaden: Durch das entstandene Loch kann Wasser eindringen, was zu einer Durchfeuchtung der Dachisolierung und der darunterliegenden Decke führt. Die Regensicherheit des Gebäudes ist damit nicht mehr gewährleistet, und der Schaden bleibt häufig über Tage oder Wochen unentdeckt.

Ein konkretes Schadensbeispiel, das zum Zeitpunkt des Schadensereignisses mit dem Blitz-Informations-Dienst von Siemens (BLIDS) analysiert wurde, verdeutlicht diese Problematik (Bild 6.3.3.2). Ein Blitzstrom von etwa 20 kA traf eine ungeerdete Blechabdeckung und verursachte ein Loch (Detail A). Zusätzlich kam es zu Überschlägen im Bereich des Sims zu natürlichen metallischen Bauteilen in der Wand, die ebenfalls beschädigt wurden (Detail B).

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