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3.3.2 Grundlagen der Risikoabschätzung

Das Gesamtrisiko R für einen Blitzschaden ist nach DIN EN IEC 62305-2 die Summe über alle für die jeweilige Schadensart relevanten Risiko-Komponenten Rx. Die einzelne Risikokomponente RX ergibt sich aus der Beziehung:

 

       [equation]       (Gl. 3.3.2.1)

 

mit:        NX        Anzahl der gefährlichen Ereignisse, d.h. die Häufigkeit eines Blitzeinschlags mit Schadensfolge in die jeweils zu betrachtende Fläche: „Wie viele gefährli-                           che Ereignisse treten pro Jahr auf?“;

             PX        Schadenswahrscheinlichkeit: „Mit welcher Wahrscheinlichkeit richtet ein gefährliches Ereignis einen bestimmten Schaden an?“;

             LX        Verlustfaktor, d.h. die quantitative Bewertung der Schäden: „Welche Auswirkungen, Schadenshöhe, Ausmaß, Konsequenzen hat ein bestimmter                                          Schaden?“.

Die Aufgabe der Risikoabschätzung umfasst also die Bestimmung der drei Parameter NX, PX, LX für alle relevanten Risiko-Komponenten RX. Durch Vergleich des Gesamtrisikos R mit einem tolerierbaren Risiko RT können dann Aussagen über die Erfordernisse und die Dimensionierung von Blitzschutzmaßnahmen getroffen werden.

Eine Ausnahme bildet die Verlustart L3. Hier wird die Ausfallrate F bestimmt als Summe über alle Komponenten Fx:

 

       [equation]        (Gl. 3.3.2.2)

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