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6.5.10 Vermaschung von Erdungsanlagen

Eine Erdungsanlage hat vielfältige Aufgaben. Dies wurde bereits im Kapitel 6.5.1 beschrieben.

Aufgabe einer Schutzerdung ist es, elektrische Einrichtungen und Betriebsmittel sicher mit dem Erdpotential zu verbinden und im Falle eines elektrischen Fehlers für die Sicherheit der Personen und Sachen zu sorgen.

Die Blitzschutzerdung sorgt dafür, den Strom sicher von den Ableitungen zu übernehmen und in das Erdreich abzuleiten.

Die Funktionserdung hat die Aufgabe, den sicheren und störungsfreien Betrieb von elektrischen und elektronischen Anlagen sicherzustellen.

Die Erdungsanlage einer baulichen Anlage muss für alle Erdungsaufgabengemeinsam verwendet werden, d. h., eine Erdungsanlage nimmt alle Aufgaben der Erdung wahr. Andernfalls können Potentialdifferenzen zwischen den an unterschiedlichen Erdungsanlagen geerdeten Einrichtungen auftreten. In der Vergangenheit wurden in der Praxis für die Funktionserdung der Elektronik z. T. eine sogenannte „saubere Erde“ getrennt von der Blitzschutzerdung und der Schutzerde ausgeführt. Dies ist äußerst ungünstig und kann sogar gefährlich werden. Im Falle von Blitzeinwirkungen treten zwischen den Erdungsanlage sehr große Potentialdifferenzen bis zu einigen 100 kV auf, was zu Zerstörungen von elektronischen Einrichtungen und auch zu Personengefährdungen führen kann. Deshalb fordern die DIN EN IEC 62305-3 und DIN EN IEC 62305-4 einen lückenlosen Potentialausgleich innerhalb einer baulichen Anlage.

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