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6.5.9 Erdungsanlagen für Gebäude nach DIN 18014

Die Bedeutung von Erdungsanlagen im Bauwesen hat sich in den letzten Jahren erheblich gewandelt. Während sie traditionell primär dem Schutz vor elektrischen Fehlerströmen und Blitzschlag dienten, rücken im Zuge aktueller bauphysikalischer Entwicklungen zunehmend neue Anforderungen in den Fokus. Die fortschreitende energetische Optimierung von Gebäuden, der Einsatz innovativer Baustoffe sowie die Integration komplexer technischer Systeme – etwa Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen oder Smart-Home-Technologien – verändern die Rahmenbedingungen für Planung, Ausführung und Prüfung von Erdungssystemen grundlegend.

Diese Entwicklungen erfordern ein interdisziplinäres Verständnis, das elektrotechnische Sicherheitsaspekte mit bauphysikalischen Erfordernissen wie Feuchtigkeitsschutz (wasserundurchlässiger Beton), thermischer Hülle (Perimeterdämmung) und Materialverträglichkeit in Einklang bringt. Diesen Forderungen trägt die DIN 18014 Rechnung. Sie legt Anforderungen an die Planung, Ausführung und Dokumentation von Erdungsanlagen für Gebäude fest. 

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