3.3.3.3 Blitzeinschläge in Versorgungsleitungen
Für direkte Blitzeinschläge in eine eingeführte Versorgungsleitung gilt:
[equation] (Gl. 3.3.3.3.1)
Dabei wird NL verstanden als die jährliche Anzahl von Überspannungen auf dem Leitungsabschnitt, deren Maximalwert mindestens 1 kV beträgt.
CI ist der Installationsfaktor der Versorgungsleitung (Tabelle 3.3.3.3.1), mit dem berücksichtigt wird, ob es sich um eine Freileitung oder ein erdverlegtes Kabel handelt. Befindet sich innerhalb der Fläche AL keine Nieder-, sondern eine Hochspannungsleitung, so wird durch den dann erforderlichen Transformator die Höhe der Überspannungen am Eintritt in die bauliche Anlage reduziert. Dies wird über den Leitungstypfaktor CT berücksichtigt (Tabelle 3.3.3.3.2). CE schließlich ist der Umgebungsfaktor (Tabelle 3.3.3.3.3), der die Dichte der Bebauung im Bereich der Versorgungsleitung und damit die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags angibt.
Die Einfangfläche für direkte Blitzeinschläge in die Versorgungsleitung (Bild 3) ergibt sich zu:
[equation]
(Gl. 3.3.3.3.2)
wobei LL die Länge des Abschnitts der Versorgungsleitung ist. Ist die Länge des Abschnitts der Versorgungsleitung nicht bekannt, soll als worst-case ein Wert von LL = 1 000 m angenommen werden. Dies gilt sowohl für die Summe der Niederspannungs- und Hochspannungsleitungen als auch für Telekomunikations- und Datenleitungen.
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