10.1.2 Installationsort und Prüfklasse
SPDs, die im Bereich der festen Gebäudeinstallation eingesetzt werden, sind entsprechend den Anforderungen und Belastungen an den jeweiligen Installationsorten in die Typen 1, 2 und 3 unterteilt und werden nach DIN EN 61643-11 geprüft.
Die höchsten Anforderungen hinsichtlich des Ableitvermögens richten sich an SPDs Typ 1. Diese werden im Rahmen des Blitzschutzzone-Konzeptes an der Schnittstelle der Blitzschutzzone 0A auf 1 und höher, gemäß Bild 10.1.2.1, eingesetzt. Sie müssen in der Lage sein, Blitzströme mehrfach und ohne Zerstörung zu führen. SPDs dieses Typs werden als Blitzstrom-Ableiter bezeichnet. Ihre Aufgabe besteht darin, das Eindringen zerstörender Blitzteilströme in die elektrische Anlage eines Gebäudes zu verhindern.
Der SPD-spezifische Prüfparameter der Prüfklasse I ist der Blitzstoßstrom Iimp, der als Stromscheitelwert eines Ableitstoßstromes mit einer festgelegten Ladung Q und einer festgelegten spezifischen Energie W/R in einer festgelegten Zeit definiert ist.
Blitzstoßströme werden in der Regel mit der Wellenform 10/350 μs geprüft. Diese Prüfwellenform erfüllt die Anforderungen der Relation von Stromscheitelwert, Ladung, spezifischer Energie und zeitlicher Dauer des Blitzstoßstromes.
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