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10.1.5 Kurzschlussstrom am Installationsort und Kurzschlussfestigkeit

Die sichere Auslegung elektrischer Anlagen hängt maßgeblich von der Kenntnis der im Fehlerfall auftretenden Ströme ab. 

Der prospektive Kurzschlussstrom stellt hierbei eine zentrale Bezugsgröße dar: Er beschreibt den maximal möglichen, unbeeinflussten Strom, der bei einem Kurzschluss in einem Stromkreis fließen kann, bevor Überstrom-Schutzeinrichtungen (z.B. Sicherungen oder Leistungsschalter) eingreifen. Dieser theoretische Wert berücksichtigt die Netzspannung sowie die gesamte Impedanz des Versorgungssystems und bildet die Grundlage für die Dimensionierung von Betriebsmitteln und Schutzmaßnahmen.

Kurzschlussfestigkeit bezeichnet die Fähigkeit eines elektrischen Systems oder Bauteils, kurzzeitig hohe Strömen, die durch einen Kurzschluss entstehen, zu widerstehen, ohne dass es zu einem Versagen oder einer Beschädigung kommt. Diese Eigenschaft ist entscheidend für die Belastbarkeit elektrischer Systeme, da sie sicherstellt, dass die Systeme auch unter extremen Bedingungen, wie Kurzschlussströmen, zuverlässig funktionieren. Die Kurzschlussfestigkeit ist somit ein wichtiger Aspekt bei der Planung und dem Betrieb elektrischer Systeme, um mechanische und elektrische Belastungen zu bewältigen.

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