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10.1.9 SPDs mit integriertem Backup-Schutz

Die Vielzahl an Normen und technischen Anforderungen, allen voran die DIN VDE 0100-534, macht die korrekte Umsetzung zu einer anspruchsvollen Aufgabe für Planer und Installateure.
Eine grundlegende Anforderung aus der DIN VDE 0100-534 besteht darin, dass Überspannungsschutzgeräte (SPDs) am Ende ihrer Lebensdauer oder bei einer Überlastung sicher vom Netz getrennt werden müssen. Dies erfordert einen zuverlässigen Schutz gegen die im Fehlerfall auftretenden Kurzschlussströme. Die konventionelle Methode zur Erfüllung dieser Normvorgabe ist die Vorschaltung externer Überstromschutzeinrichtungen wie Schmelzsicherungen oder Leitungsschutzschaltern. 
Bereits seit über einem Jahrzehnt gelten SPDs mit intern integrierten, stoßstromoptimierten Sicherungen als Stand der Technik und sind heute im Portfolio vieler Hersteller zu finden.
Trotz ihrer weiten Verbreitung offenbaren diese konventionellen Schutzkonzepte einen fundamentalen, unauflösbaren Zielkonflikt, der insbesondere in modernen Netzen zu einer signifikanten Schutzlücke führt und die Anlagensicherheit gefährdet.

Unzulänglichkeiten des konventionellen Backup-Schutzes durch Vorsicherungen
Bei der Dimensionierung konventioneller Vorsicherungen für SPDs offenbart sich ein fundamentaler Zielkonflikt, der die Sicherheit der gesamten elektrischen Anlage beeinträchtigen kann. Dieser Konflikt führt zur Entstehung einer kritischen „Schutzlücke“, die das SPD im Fehlerfall ungeschützt lässt.
Der Zielkonflikt entsteht aus zwei gegensätzlichen Anforderungen:

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