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9.2 Management der Surge Protection Measures (SPM)

Ein effektiver Schutz elektrischer und elektronischer Systeme vor den zerstörerischen Auswirkungen des elektromagnetischen Blitzimpulses (LEMP) ist keine Frage der Installation von Einzelkomponenten, sondern das Ergebnis eines Managementprozesses, der die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Schutzmaßnahmen (Surge Protection Measures, SPM) sicherstellt. Der Erfolg hängt entscheidend von der Integration dieser Maßnahmen in einen umfassenden Prozess ab, der den gesamten Lebenszyklus einer Anlage abdeckt – von der Konzeption bis zur Instandhaltung. Die Norm DIN EN IEC 62305-4 stellt den definierenden Rahmen für diesen Prozess bereit. Mit der Edition 2026 wurden wesentliche Präzisierungen vorgenommen, die auf eine höhere Prozessklarheit und eine schärfere Abgrenzung der Verantwortlichkeiten abzielen.

Bei bestehenden baulichen Anlagen ist die nachträgliche Implementierung von Schutzmaßnahmen gegen Überspannungen (SPM) in der Regel mit höheren Kosten verbunden als die Integration solcher Maßnahmen im Rahmen eines Neubaus. Dies liegt vor allem daran, dass vorhandene Leitungsführungen, Erdungsstrukturen und räumliche Gegebenheiten häufig nicht optimal auf ein zonenbasiertes Blitz- und Überspannungsschutzkonzept ausgelegt sind. Durch eine sorgfältige Auswahl und Strukturierung der Blitzschutzzonen (LPZ) sowie die gezielte Nutzung oder technische Aufrüstung vorhandener Installationen lassen sich die zusätzlichen Kosten jedoch deutlich reduzieren.
Ein technisch wirksamer und normgerechter Schutz kann nur gewährleistet werden, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

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