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9.4 Schirmdämpfung von Gebäude- und Raumschirmungen

Im Rahmen eines ganzheitlichen LEMP-Schutzmanagements (SPM) stellt die räumliche Schirmung eine grundlegende Maßnahme dar. Ihre strategische Aufgabe innerhalb des Blitzschutzzonen-Konzepts (LPZ) gemäß DIN EN IEC 62305-4 ist die Reduzierung des elektromagnetischen Feldes, das durch Blitzentladungen hervorgerufen wird, zur Angleichung an die spezifische Störfestigkeit innerer Systeme. Während die ungeschützten äußeren Zonen (LPZ 0) dem ungedämpften elektromagnetischen Blitzimpuls und teilweise dem vollen Blitzstrom ausgesetzt sind, begründet die Schirmung den Übergang zu den geschützten inneren Zonen (LPZ 1, 2...n).
Diese Zoneneinteilung ist kein rein theoretisches Konstrukt, sondern eine physikalische Notwendigkeit: Ohne die koordinierte Dämpfung durch räumliche Schirmungsmaßnahmen an den Zonengrenzen würden die eingestrahlten Felder und induzierten Stoßwellen die Bemessungs-Stoßspannung UW und die Störfestigkeit empfindlicher Elektronik massiv überschreiten. Die praktische Umsetzung dieser elektromagnetischen Schirmungsmaßnahmen erfolgt primär durch die konsequente Ausgestaltung gitterförmiger Strukturen innerhalb der baulichen Anlage.

Prinzipien und Aufbau gitterförmiger räumlicher Schirme
Die Wirksamkeit gitterförmiger Schirme beruht auf der Aufteilung des Blitzstroms auf eine Vielzahl paralleler Pfade, wodurch das induzierte magnetische Feld im Inneren reduziert wird (Bild 9.4.1). Die Nutzung natürlicher metallener Komponenten ist dabei die technisch effizienteste Methode zur Realisierung eines Schirmfaktors.

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