10.1.3 Art des Schutzes und Schutzpegel
Grundlage für die Auslegung des Überspannungsschutzes bilden die in Tabelle 10.1.3.1 beschriebenen Überspannungskategorien. Die jeweiligen Bemessungs-Stoßspannungen der Überspannungskategorien dürfen durch die in der Verbraucheranlage auftreten Überspannungen unterschiedlichen Ursprunges nicht überschritten werden. Nur wenn Überspannungsschutzmaßnahmen in Verbraucheranlagen vorgesehen sind, ist die Voraussetzung für die Isolationskoordination nach DIN EN IEC 60664-1 erfüllt. Dabei sollen die SPDs so angeordnet werden, dass die Überspannungsbegrenzung so nah wie möglich an den Übergangsstellen (Schnittstellen) von einer Überspannungskategorie zur nächsten vorgenommen wird. Die Ursachen, Ausbreitungsrichtungen und Wirkungen der Überspannungen in Verbraucheranlagen sind zu beachten.
Grundsätzlich gilt es zu unterscheiden, ob die betrachteten Überspannungen
- zwischen den aktiven Leitern (L1, L2, L3 und N) und geerdeten Teilen (PE) oder
- zwischen Phasenleitern (L1, L2, L3) und Neutralleiter (N) auftreten.
Sie möchten weiterlesen?
Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich kostenlos.