6.5.4.2 Bildung galvanischer Elemente
Korrosionsvorgänge lassen anhand eines galvanischen Elementes erklären. Wird ein Metallstab in einen Elektrolyten getaucht, dann treten positiv geladene Ionen in den Elektrolyten über und umgekehrt werden auch positive Ionen aus dem Elektrolyten von dem Metallverband aufgenommen. Dieses Verhalten als „Lösungsdruck“ des Metalls und als „osmotischer Druck“ der Lösung bezeichnet. Je nach Größe dieser beiden Drücke gehen entweder die Metall-Ionen des Stabes vermehrt in die Lösung über (der Stab wird gegenüber der Lösung negativ) oder die Ionen des Elektrolyten lagern sich vermehrt am Stab an (der Stab wird positiv gegenüber dem Elektrolyten). So entsteht eine Spannung zwischen zwei Metallstäben im gleichen Elektrolyten. In der Praxis werden die Potentiale der Metalle im Erdboden mit Hilfe einer Kupfersulfat Elektrode (Bild 6.5.4.2.1) gemessen. Sie besteht aus einem Kupferstab, der in eine gesättigte Kupfersulfat Lösung taucht (das Bezugspotential dieser Vergleichselektrode bleibt konstant).
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