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9.9.3 Potentialausgleich für informationstechnische Anlagen

Das bewährte Standardverfahren im Blitzschutz folgt einem zweistufigen Kaskadenmodell, das auf der energetischen Hierarchie der Schutzgeräte basiert. Beim Übergang von der LPZ 0A auf die LPZ 1 kommen Blitzstrom-Ableiter (Prüfklasse Type 1) zum Einsatz. Da der verbleibende Reststörpegel nach dieser ersten Stufe die Belastungsgrenzen sensibler IT-Komponenten in der Regel noch deutlich übersteigt, ist am Übergang von LPZ 1 auf LPZ 2 die Installation von Überspannungs-Ableitern (Type 2) zwingend erforderlich (Bild 9.9.3.1). Diese übernehmen die Feinbegrenzung, indem sie die transienten Störgrößen auf einen Restspannungspegel begrenzen, der präzise auf die individuelle Spannungsfestigkeit des Endgerätes abgestimmt ist.

Das Überspringen der Zwischenzone LPZ 1 erhöht die Anforderungen die Leistungsfähigkeit der Schutzkomponenten signifikant. Ein direkter Übergang von der äußeren Zone (LPZ 0) in die geschützte Zone (LPZ 2) verlangt eine präzise Bestimmung der Blitzteilströme, die sowohl auf den Einzeladern als auch auf den Leitungsschirmen zu erwarten sind

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