6.5.2.1 Definition des spezifischen Erdwiderstandes
Der spezifische Erdwiderstand (auch oft als spezifischer Bodenwiderstand bezeichnet) ist eine Materialkonstante, die ausdrückt, wie stark ein bestimmter Boden elektrischem Strom Widerstand entgegensetzt. Diese Größe ist von zentraler Bedeutung, wenn es darum geht, Erdungsanlagen zu planen, da sie maßgeblich den zu erreichenden Erdungswiderstand bestimmt.
Der spezifische Erdwiderstand ρₑ gibt den Widerstand eines durchflossenen, im Wesentlichen homogenen Bodenvolumens an. Man kann ihn sich vorstellen wie den elektrischen Widerstand eines sich 1 Meter lang erstreckenden Würfels, der im Idealfall zwischen zwei gegenüberliegenden Flächen durchströmt wird. Dabei wird der Widerstand eines bestimmten Stoffes in der Einheit Ohmmeter (Ωm) gemessen. Analog zum spezifischen Widerstand von Metallen (auch einfach "spezifischer Widerstand" oder Resistivität genannt) drückt er aus, in welchem Maße ein Material – in diesem Fall der Boden – den Fluss elektrischer Ladung behindert.
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